Nähmaschine richtig reinigen und ölen

Nähmaschine richtig reinigen und ölen


Profitips für die Reinigung und Wartung der Nähmaschinen zuhause

Viele Probleme verursachen wir selber durch eine schlecht gepflegte Nähmaschine. Dabei ist die richtige Pflege und Wartung unsers „Schätzchens“ zuhause sehr einfach. Ich habe auch diese Momente, wo einfach mal wieder nichts funktioniert. Der Faden reißt , die Fadenspannung ist viel zu fest ist und der Stoff wird nicht richtig transportiert. Nun kann man Stunden mit der Fehlersuche verbringen, Probeläppchen nähen, sich wahnsinnig ärgern. Einfacher ist es, der Ursache auf den Grund gehen.

Mit meinen Tips zur Maschinenpflege helfen dir, deine Nähmaschine stets in einem guten Zustand zu halten. Zur Reinigung, Pflege und zum Ölen benötigst Du folgendes Dinge:

  • Bedienungsanleitung der Nähmaschine
  • weichen und sauberen Stoff
  • Nähmaschinen-Öl
  • Schraubendreher
  • einige Wattestäbchen
  • Pinsel
  • Staubsauger

Nähmaschinenpflege - Nähmaschine Reinigen und Ölen

Schritt 1: Stichplatte und Nadel entfernen

Bevor wir mit dem Saubermachen anfangen, müssen wir zunächst die Stichplatte und die Nähmaschinennadel entfernen. Aus Sicherheitsgründen sollte man die Nähmaschine vom Stromnetz trennen und den Fußschalter/Gaspedal abziehen.

Zum Entfernen der Stichplatte brauchen wir einen Schraubendreher. Bei einigen Modellen (ohne Schrauben z. B. Bernina Artista) genügt ein beherzter Druck auf die Stichplatte. In meinem Beispiel löse ich die beiden Schrauben mit einem Schraubendreher.

Die Nähmaschinennadel sollte ebenfalls entfernt werden. Nach der Reinigung setze ich eine neue Nadel für das nächste Nähprojekt ein.

Nähmaschine pflegen - Wie reinige und pflege ich die Nähmaschine

Schritt 2: Zubehör entfernen

Jetzt werden alle Zubehörteile wie Nähfuß, Spule, Garn, Garnrollenhalter usw. aus der Nähmaschine entfernt. Ebenso wird das Greifersystem wenn möglich zerlegt und herausgenommen. Ein Blick in die Bedienungsanleitung der Nähmaschine ist hilfreich, wenn man nicht genau weiss wie es geht.

Bei der gezeigten mechanischen Nähmaschine kann man das Greifersystem aus Metall komplett entfernen. Bei elektronischen Nähmaschinen besteht das Greifersystem zumeist aus Kunststoff und kann nach oben herausgenommen werden.

Alles Zubehör packen wir für die Zeit der Reinigung sorgfältig beiseite, insbesondere die Schrauben der Nadelplatte.

Nähmaschine pflegen - Wie reinige und pflege ich die Nähmaschine professionell

Schritt 3: Maschine reinigen – Pinseln und aussaugen

Mit der Zeit sammelt sich eine Menge an: Staubkrümel und alle Fadenreste müssen gründlich entfernt werden.

Nähmaschine Reinigen - Was kostet einen professionelle Reinigung

Mein Favorit ist der Staubsauger bei dieser Arbeit. Da ich alle Einzelteile entfernt habe, besteht keine Gefahr etwas einzusaugen. Mit dem Pinsel geht es fast  genauso gut. Man kann auch beides kombinieren. Mit dem Pinsel alle Reste herausholen und mit dem Staubsauger gleichzeitig saugen.

Nähstaub entfernen - Wie pflege ich meine Nähmaschine

Schritt 4: Greiferbahn und Spulenbereich reinigen

Nun reinigt man alles sorgfältig mit einem weichen Tuch. Im Anschluß wird die Greiferbahn mit einem Wattestäbchen von den letzten Resten befreit. Ist der Schmutz sehr hartnäckig, kann man das Wattestäbchen zuvor mit Nähmaschinenöl benetzen.

Vorsicht bei elektronischen Nähmaschinen: Den Greiferbereich darf man nicht ölen! Deshalb sollte man das Wattestäbchen keinesfalls mit Nähmaschinenöl tränken sondern nur reinigen.

Nähmaschine entstauben - Wie reinige ich meine Nähmaschine

Alle Einzelteile des Greifersystems und auch die Spulenkapsel muss man von innen reinigen. Ich staune immer wieder, wieviel Schmutz sich in der Nähmaschine angesammelt hat.

Einzelteile der Nähmaschine ausbauen - Wie öle ich meine Nähmaschine

Schritt 5: Ölen – nur bei mechanischen Nähmaschinen

Das Nähmaschinenöl muss harz- und säurefrei sein! Keinesfalls darf man die Nähmaschine mit einem pflanzlichem Öl behandeln. Olivenöl und andere pflanzliche Öle gehören in die Küche. Sie haben die Eigenschaft nach einiger Zeit ranzig zu werden und verkleben die Greiferbahn.  Jeder Nähmaschinenhändler hat das passende Öl immer vorrätig.

Achtung: Elektronische Nähmaschinen darf man nicht ölen. Bei Unsicherheit die Bedienungsanleitung lesen oder den Nähmaschinenhändler fragen.

Die Greiferbahn nur innen und außen mit nur 1-2 Tropfen Nähmaschinenöl benetzen. Mehr ist zu viel und läuft heraus, oder tritt später beim Nähen heraus und verursacht Ölflecken auf dem Stoff.

Die Greifebahnen ölen wie im Bild eingezeichnet. Kleiner Halbkreis = innere Greiferbahn. Großer Halbkreis = äußere Greiferbahn.
Tipp: Nähmaschinenöl auf ein Wattestäbchen geben, um viel Öl zu vermeiden.

Ölstellen für Haushaltsnähmaschinen - Wie kann ich die Nähmaschine ölen

Nähmaschine ölen

Schritt 6: Zusammensetzen und Spule einsetzen.

Ist alles sorgfältig gereinigt,  können wir die Spule wieder in die Spulenkapsel einsetzen. Die Spule wie in der Bedienungsanleitung beschrieben einsetzen. Faden in die Fadenspannung der Spulenkapseln einziehen.

Nähmaschine Wartung - Wie pflege ich meine Nähmaschine

Alle Einzelteile des Greifersystems wieder in der richtigen Reihenfolge einsetzen und verriegeln.

Wartung der Nähmaschine - Wie mache ich die Nähmaschine sauber

Schritt 7: Nähmaschine von außen reinigen

Ist das Innenleben der Nähmaschine sauber und geölt, können wir der Nähmaschine von außen reinigen.

Auch hier leistet der Staubsauer gute Dienste. Oberflächlichen Staub kann man absaugen. Im Anschluß putzt man die Nähmaschine mit einem weichen Tuch.

Vorsicht mit feuchten Lappen: Es sollte keinesfalls Feuchtigkeit in die Nähmaschine gelangen.

Noch ein paar Worte zur Druckluft-Dose

Ich reinige meine Nähmaschine nicht mit Druckluft. Hierbei besteht die alle Nähreste nicht aus der Maschine sondern in die Maschine hinein zu pusten. Die Druckluftdose ist schwierig zu dosieren. Zu dem versuche ich Müll und überflüssige Gegenstände für die Umwelt zu vermeiden. Alle meine Maschinen sind mit regelmässig Aussaugen, Auspinseln und Ölen super in Schuss.

Nähmaschinen-Wartung im Fachhandel

Jede Hobbyschneiderin kennt die goldene Regel, daß man seine Nähmaschine mindestens 1 Mal im Jahr zur Wartung beim Händler bringt. Ich mache das nach Bedarf oder wenn akute Probleme bei einer Nähmaschine auftreten. Es kommt darauf an, wieviel man mit der Nähmaschine näht. Meine elektronischen Nähmaschinen bringe ich öfter zur Wartung als eine Mechanische. Bei einer mechanischen Maschine kann man selber sehr viel mehr für die Pflege tun.

Ich nähe sehr viel mit mechanischen Maschinen. Sie sind in der Regel robuster sind als elektronische Maschinen. Sehr viel Wert lege ich auf die regelmässige Pflege: Nach jedem Projekt wird meine Nähmasche und/oder Overlock sorgfältig gereinigt. Langfristig zahlt sich die intensive Pflege aus, und die Nähmaschine schnurrt wieder wie ein Kätzchen.

Besonders Nähanfänger sollten sich mit ihrer Maschine vertraut machen und sie regelmässig reinigen. Die häufigsten Probleme entstehen durch schlechte Pflege. Ich höre viele Klagen wie die Nähmaschine macht nicht dies, die Nähmaschine macht nicht das…. Nicht verzweifeln: Bedienungsanleitung und Putzkram heraus. Damit sind schon 90% der Probleme beseitigt. In den seltensten Fällen ist die Nähmaschine kaputt.

Die meisten Probleme lassen sich durch eine neue Nadel, eine korrekt eingefädelte Fadenspannung und eine saubere Nähmaschine beheben.

Reinigt und pflegt ihr eure Nähmaschine regelmäßig?

Wenn Ihr Fragen habt, könnt Ihr mir gerne einen Kommentar unter dem Beitrag hinterlassen. Welche Hilfsmittel verwendet Ihr für die Reinigung? Welche Tricks wendet ihr an? Ich freue mich über Euer Feedback und wünsche Euch viel Spass an der Nähmaschine.

Bettina

Hallo! Ich bin Bettina, Hobbyschneiderin und liebe Schnittmuster, Stoffe und Nähmaschinen. Hier in meinem Magazin findest Du viele kostenlose Schnittmuster, Nähtips und eine tolle Gemeinschaft rund um unser liebstes Hobby. Viel Spass auf meiner Seite und gutes Gelingen für das nächste Projekt!

Dieser Beitrag hat 20 Kommentare

  1. Avatar

    hallo , tolles tutorial!
    ich hätte noch eine frage : meine nähmaschine transportiert den stoff schlecht, besonders bei dickeren stellen und stoffen. könnte es an den zähnchen liegen? kann man das selbst beheben?
    vielen dank und liebe grüße
    ingrid

    1. Avatar

      Hallo Ingrid,

      leider kenne ich Deine Nähmaschine nicht, aber du solltest auf jeden Fall die Zähnchen des Transporteurs reinigen. Vorher die Stichplatte abschrauben und die Zähnchen dann gut mit einem Pinsel ausbürsten. Man staunt was sich dort so alles sammelt. Je nach Modell kann der der Transporteur besser oder schlechter arbeiten.

      Wenn deine Nähmaschine über einen verstellbaren Füsschendruck verfügt solltest Du versuchen ihn zu justieren. Bei dicken Stoffen ggf. den Druck verringern und beim Nähen mit den Händen leicht helfen. Beim Absteppen von sehr dicken Stoffen z. B. bei Nahtkreuzungen von mehreren Lagen Jeans können ein paar Hammerschläge den Stoff vor dem Nähen geschmeidiger machen.

      Viel Erfolg und liebe Grüße,
      Bettina

    2. Avatar

      Liebe Bettina, vielen Dank für die super Anleitung. Bei mir hat der Faden Schlaufen auf der Unterseite geworfen. Alles Verstellen der Spannung und neu Einfädeln etc hat nichts genützt. Nach dem Reinigen (hat sich sehr gelohnt) lief alles wieder prima! Vielen Dank für die Anleitung.

      1. Bettina

        Hallo Ingrid,

        das freut mich. Schön, dass ich Dir so einfach helfen konnte.

        Liebe Grüße,
        Bettina

  2. Avatar

    Hi
    Sehr schönes Tutorial hat mir wirklich ausgeholfen … Hatte nämlich keine Ahnung gehabt wie ich das gute Stück überhaupt reinigen sollte und hatte Angst, dass was kaputt geht beim auseinanderbauen… Die Bilder vor allem waren sehr praktisch… vielen lieben Dank <3

  3. Avatar

    Hi
    Vielen Dank für das hilfreiche Tutorial … Hatte Angst irgendwas kaputt zu machen 🙂

    1. Avatar

      Hallo Katja,

      freue mich, wenn ich helfen konnte. Eine Nähmaschine geht nicht so schnell kaputt, bereitet aber mehr Freude wenn sie gut gepflegt ist 😉

      Liebe Grüße,
      Bettina

      1. Avatar

        Reinigung war bei meiner Maschine im Bereich der Greiferbahnen durchaus angesagt vor dem Ölen, das ich dank der guten Beschreibung hier perfekt nachvollziehen konnte. In http://www.naehmaschinekaufen.de/naehmaschine-oelen-reinigen-pflegen/ wird auch die Nadelstange mit einem Tropfen zu ölen empfohlen, was sicher auch gut ist. In der Bedienungsanleitung meiner Maschine steht zwar an einer Stelle etwas von „Ölpunkten“, aber die sind nirgends darin beschrieben. Bei so einer komplexen Mechanik würde man als Mann es lieber ganz perfekt machen mit dem Ölen, muss sich aber auf allgemeine Tipps verlassen wie Ihre, um wenigstens teilweise das Notwendige tun zu können. Nun ja, nun läuft sie wenigstens wieder, nach 20 Jahren Pause, ohne „verdächtige Geräusche“. Danke auf jeden Fall für die informative Seite hier

        1. Avatar

          Hallo Uwe,

          vielen Dank für Dein Feedback zum Tutorial! Das Ölen der Nadelstange ist ganz einfach. 😉 Je nach Modell muss hierzu die Abdeckung (an der Nähmaschine oben links) abgeschraubt werden bzw. bei älteren Maschinen kann man sie einfach aufklappen. Ggf. in der Anleitung nachschauen wie die Glühbirne getauscht wird. Jetzt vor dem Ölen Staub/Flusen mit Pinsel oder Staubsauger entfernen. Ist die Nadelstange sehr verdreckt, sollte man sie mit einem weichen Tuchen reinigen. Nun 1 – 2 Tropfen an den Beginn der Nadelstange geben. Durch das Nähen wird sich das Öl gleichmässig verteilen. Bei zu viel Öl die Nadelstange abtupfen, sonst kann es zu Fettflecken auf dem Stoff kommen.

          Herzliche Grüße,
          Bettina

  4. Avatar

    Hallo,
    Ich habe mir vor win paar Tagen die W6 1235-61 bestellt. Ist es ratsam, diese vor dem ersten Gebrauch zu reinigen?
    Mit deinem Tutorial müsste ich es ja hinbekommen☺

    1. Avatar

      Hallo Peggy,

      eine neue Maschine braucht keine Pflege vor dem Nähen. Die sind werden in der Fabrik ausreichend geölt. Nach den ersten Nähprojekten solltest Du sie aber auf jeden Fall reinigen und pflegen. Staub/Fusseln sammeln sich an und eine mechanische Nähmaschine liebt ein paar Tropfen Öl.

      Herzliche Grüße,
      Bettina

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    Hallo Bettina,

    wie oft sollte man die Nähmaschine reinigen und könntest das vielleicht auch mal bei einer Overlock zeigen?

    Liebe Grüße

    Andrea

    1. Avatar

      Hallo Andrea,

      eine Nähmaschine sollte man regelmässig reinigen und pflegen. ? Es kommt natürlich darauf auf, was und wieviel man näht. Bei stark fusselnden Stoffen empfehle ich direkt nach dem Nähen Staub und Fusseln zu entfernen. Bei „normalen“ Stoffen wie z. B. Webware oder Jerseys ca. 1x die Woche. Nach längerer Standzeit freut sich jede mechanische Nähmaschine über ein Tröpfchen Öl. Wenn Probleme auftreten wie Fadenreissen oder das Stichbild ist unregelmässig zuerst kontrollieren ob die Nähmaschine sauber ist und die Greiferbahn geölt werden muss. So lassen sich viele „Zicken“ einfach beheben.

      Ein Tutorial zum reinigen und ölen von Overlocks ist eine tolle Idee! Das werde ich in der nächsten Zeit hier zeigen.

      Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende,
      Bettina

  6. Avatar

    Hallo Bettina,

    so wie Du reinige ich meine NäMa und meine Overlook nach jedem größeren Nähprojekt. Um feinen Staub zu entfernen, benutze ich kein Wattestäbchen, sondern die rot-weiß geringelten Pfeifenreiniger. Staub bleibt dran und sie lassen sich ggf. auch biegen, um (gerade bei der Ovi) auch mal um die Ecke zu kommen.

    Danke ansonsten für Deine Anleitung! Ich habe eine Maschine mit CB-Greifer.

    Gruß

    Eva

    1. Avatar

      Hallo Eva,

      vielen Dank für den Tipp mit den Pfeiffenreinigern! Die kenne ich noch vom Basteln aus Kindertagen, mit denen kann man lustige Männchen bauen.

      Für die Nähmaschine sind sie bestimmt super. Dank des Drahtes kommt man damit bestimmt in jede Ecke. Dass muss ich unbedingt bei nächster Gelegenheit ausprobieren.

      Liebe Grüße,
      Bettina

  7. Avatar

    ich möchte auf ingrids frage wegen dem transport des stoffes antwort: vielleicht hilft dir ein oberstofftransporteur, das ist ein spezieller fuss und durch ihn wird der stoff zweimal transportiert- oben und unten gleichzeitig, besonders bei vielen stofflagen oder dicken stoff hilfreich

    1. Avatar

      Hallo Beate,

      guter Tipp! Ein Obertransport-Fuss kann dafür sehr hilfreich sein.

      Liebe Grüße,
      Bettina

  8. Avatar

    Hallo Bettina,
    meine mechanische Supernutznahtnähmaschine hat mir über viele Jahre gute Dienste geleistet. Es ist eine Victoria und sie wir immer gut gesäubert und gepflegt.
    Nun ist ein Problem aufgetreten, zu dem ich einen Rat bräuchte. Und zwar näht die Maschine nicht mehr die mit dem Stichwahlknopf ausgewählten Nähstiche, sondern immer einen anderen Stich.
    Was meinen Sie, hat es Zweck, die Maschine zur Wartung zu geben? Ich habe Bedenken, dass ich 80 € für eine Wartung ausgebe, um dann zu erfahren, dass die Maschine einen irreparablen Defekt hat. Vielleicht wissen Sie eine Antwort.
    Liebe Grüße
    Karola Loose

    1. Avatar

      Hallo Karola,

      ich würde mit dem Nähmaschinen-Händler vereinbaren, dass er sich die Maschine VOR der Wartung ansieht und einen Kostenvoranschlag macht. (Ähnlich wie bei einer Autoreparatur). Alles andere wäre für mich unseriös.

      Ich teile dabei Deine Bedenken, dass Du nicht über den Tisch gezogen werden willst. Nach meiner Erfahrung lassen sich aber besonders mechanische Nähmaschinen sehr gut reparieren.

      Es kann selbstverständlich sein, dass der Stichwahlknopf aus Kunststoff besteht und über die Jahre brüchig geworden ist. Sollte es keine Ersatzteile mehr geben, wäre die Maschine dann wirklich nicht mehr zu reparieren.

      Je nach Modell sind mehr oder weniger Ersatzteile für Oldies verfügbar. Ich selbst habe auch eine alte Singer-Maschine entsorgen müssen, weil sämtliche Zahnräder aus Kunststoff und nicht aus Metall bestanden.

      Drücke die Daumen, dass sich Dein Maschinchen reparieren lässt.

      Liebe Grüße,
      Bettina

  9. Avatar

    Hallo Karola, ich weiß ja nicht wo du wohnst, aber hier im Süden Deutschlands bin ich schon zweimal auf Nähmaschinenhändler gestoßen, die wahre Tüftler sind. Ich habe eine fast 30 Jahre alte Bernina. Bei der habe ich durch Unachtsamkeit am Anschiebetisch einen der Kunststoffhalterungszapfen abgerissen. Mein Händler hat mit einer Minidrehbank einen passenden Metallzapfen angefertigt und solide befestigt. Dafür hat er lediglich 10 € verlangt. Ich habe ihm auch schon alte Maschinen vom Flohmarkt gebracht, die er mir für moderate Preise wieder flott gemacht hat. Vielleicht gibt es ja in deiner Gegend auch so jemand findige, der notfalls ein Stellrad dreht. Übrigens gibt es auch Kunststoffe, die man auf einer Drehbank bearbeiten kann. Einfach mal umhören.
    Zu meiner (mechanischen) Bernina meinte mein Händler, dass da Metall auf Metall läuft und ich mir die Faustregel merken soll, dass ich bei wenig nähen viel ölen muss und umgekehrt. So ähnlich hat Bettina das ja auch schon geschrieben: nach einer Nähpause erst mal mit ölen beginnen.
    Liebe Grüße
    Brigitte

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